Was man alles so von sich gibt
Pas März 18th, 2008
Im so genannten Small Talk wird doch so viel sinnloses, oberflächliches Zeug geredet…
Douglas Adams greift es sehr gut in seinem Klassiker Per Anhalter durch die Galaxis auf:
Eins von den Dingen, die Ford Prefect an den Menschen immer sehr schwer begreiflich fand, war ihre Angewohnheit, sich das Allerselbstverständlichste ständig zu bestätigen und zu wiederholen. Zum Beispiel: Schöner Tag heute oder Sie sind sehr groß oder Du meine Gute, Sie sehen aus, als wären Sie in einen zehn Meter tiefen Brunnen gefallen, geht’s Ihnen gut? Ford hatte sich eine Theorie zurechtgelegt, um für dieses merkwürdige Verhalten eine Erklärung zu finden. Wenn die Menschen ihre Lippen nicht ständig in Bewegung halten, dachte er, rosten sie wahrscheinlich ein. Nach ein paar Monaten Nachdenken und Beobachten gab er diese Theorie zugunsten einer neuen auf. Wenn sie ihre Lippen nicht ständig in Bewegung halten, dachte er, fangen ihre Gehirne an zu arbeiten. Nach einer Weile verwarf er auch diese Theorie, weil sie ihm allzu zynisch vorkam, und er gelangte zu dem Schluß, daß er die Menschen eigentlich ganz gern habe. Trotzdem trieb es ihn manchmal zur Verzweiflung, über wie wahnsinnig viele Dinge die Menschen überhaupt nichts wußten.
(aus: Per Anhalter durch die Galaxis)
Wer hat nicht schon einmal versucht, sich mit solchen wirklich sehr beschränkten Aussagen den langwierigen Abend über Wasser zu halten? Sagen wir in solchen Situationen nicht auch solche Dinge und verschwenden damit eigentlich nur unsere Zeit. Und das nur um zu zeigen, dass wir unsere Lippen bewegen können?
Also bei manchen trifft Fords zweite Theorie sicherlich zu, wobei ich da nicht auf den Small Talk abzielen würde, sondern auf ewig quasselnde Viva-Moderatorinnen1 etc
Ich merks auch selbst, wenn ich zu viel laber. Je mehr, desto weniger sag ich wirklich aus.
Und bevor das jetzt geschieht, geh ich lieber ins Bett…
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- siehe ein nettes Video im Blog meines Bruders [↩]










